Latein

Veni, Vidi, Vici

Wir bieten Latein als zweite Fremdsprache im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts ab der 7. Klasse an. Erfahrungsgemäß liegen die Gruppengrößen zwischen 15 und 22 Schülern; dies ermöglicht prinzipiell ein effektives, konzentriertes Arbeiten.Den Abschluss „Latinum“ erhält man, wenn man im letzten Schuljahr – nach den jetzigen Rahmenbedingungen der 12. Jahrgang – mindestens die Note 4 (5 Leistungspunkte) erreicht. (Voraussetzung für das Zustandekommen eines Oberstufenkurses ist natürlich eine Teilnehmerzahl von mindestens sechs bis sieben Schülern).

Schwerpunkt des Lateinunterrichts ist das Übersetzen, denn es schult die Konzentration und das analytische Denken. Parallel findet jedoch natürlich eine Einführung in die Lebens- und Denkweise(n) der römischen Antike statt: diese als „das uns nächste Fremde“ (H. Munding) lädt von der ersten Lektion an zur Auseinandersetzung mit anderen Lebenskonzepten ein.

Latein wird gelegentlich als „tote“ Sprache bezeichnet, eine solche Aussage trifft jedoch keineswegs zu – Latein lebt sozusagen weiter:

„Mutter Latein und ihre Töchter“: Latein ist die sprachliche Basis der meisten europäischen Sprachen – hinsichtlich des Wortschatzes, aber auch der Grammatik. So erleichtert eine gute Lateinkenntnis das Erlernen weiterer sogenannter „romanischer“ Sprachen erheblich. Aber auch lateinische Fremd- und Lehnwörter innerhalb des Deutschen werden verständlich. Nicht zuletzt profitieren die Schülerinnen und Schüler von der Kenntnis der lateinischen Grammatik: hieraus erklärt sich der Großteil der deutschen Grammatik.

Das analytische Denken, das durch das Übersetzen in hohem Maße gefördert wird, trägt zu einem vertieften Bewusstsein für sprachliche Strukturen bei. „Lateinschüler“ internalisieren, d.h. verinnerlichen dieses analytische Herangehen an Sprache, so dass bestenfalls auch ihr Ausdrucksvermögen im Deutschen davon profitiert.

Latein trägt erheblich zur Fähigkeit der Textanalyse und – interpretation bei: das frühe Einüben dieser Kompetenz (s.o.) baut diesbezügliche Ängste der Schülerinnen und Schüler ab und leistet somit einen wichtigen fächerübergreifenden Beitrag zum gesamten schulischen Lernen.

Latein eröffnet neue Horizonte: multikulturelle Begegnungen gab es schon in der Antike, und die Auseinandersetzung hiermit ist spannend und fruchtbar.

Frau Böhmeke