spirituelle Tage in Taizé

Unsere Zeit in Taizé (08.06.  -16. 06. 2019)

Es fing alles an einem frühen Morgen am S-Bahnhof Bundesplatz an. Als wir uns also um vier Uhr dreißig morgens trafen, konnte man den 39 Jugendlichen und 4 Lehrern der KSSF im Gesicht die Müdigkeit ansehen. (apropos Müdigkeit und Verschlafen: einen Schüler trafen wir erst am nächsten Tag in Taizé ;))

Als wir gefühlt ein paar hundert (lustige) Stunden im Bus verbracht hatten, waren wir also in Taizé. Auf den ersten Blick wussten wir als Gruppe nicht, wohin, aber nach ein paar Minuten Geduld sind wir aufgebrochen zu unserem Zeltplatz.
Dann ging es schon los mit dem Zeltaufbau. Und als unsere Stoffdächer standen, sind wir zum Erkunden auf dem Hauptplatz gegangen. Denn die ganze Reise lang wurde uns die Freiheit über unsere Entscheidungen gelassen.

Am ersten Tag wurden wir dann in unsere Taizé-Jobs für die Woche eingeteilt. Ein Großteil unserer Gruppe hatte special jobs genommen, welche zum Beispiel daraus bestanden Kinder zu betreuen oder aufzupassen, dass alle Jugendlichen auf dem Gelände zu ihren Jobs oder der Bibelstunde gehen.

Unser Tag bestand daraus, dass wir entweder morgens oder nachmittags unseren Job oder die Bibelstunde hatten. Um kurz zu erklären: die Bibelstunde ist eine Besprechung von 100 oder mehr Jugendlichen mit einem Bruder der Gemeinschaft, in der es um bestimmte Bibelstellen geht. Danach wurde man in Kleingruppen eingeteilt und man sollte sich austauschen über diese Bibelstelle. Es waren Bibelstellen, die die Jugendlichen zum Nachdenken anregen sollten.

Natürlich gab es auch Jugendliche in unserer Gruppe aus Berlin, die schon zum zweiten oder dritten Mal in Taizé waren. Diese kannten sich schon gut aus und halfen uns beim Ankommen und sich Einfinden in das Leben von Taizé.

Die Schüler der KSSF trafen sich fast immer zum Mittagessen. Doch nicht jeder erfreute sich über das Essen. Es war meist sehr einfach. Um dann das Essen zu bekommen, benötigte jeder eine Essensmarke die abgestempelt wurde. Denn es war nur erlaubt eine Portion pro Person zu essen. Doch wenn es mal noch Überschuss an Essen gab, wurde es dann immer zu den Bänken gestellt, wo alle Jugendlichen in Taizé saßen und zusammen aßen.

Die Woche verging sehr spirituell und nicht so religiös, wie viele erwartet haben. Und am Ende der Fahrt konnten auch alle Berliner die Taizé-Lieder auswendig mitsingen.

In diesem Sinne:

Bis zum Wiedersehen in Taizé 2020!

Josip Susilovic, 12. Jahrgang