Die 10d mit Zeitzeugen im Notaufnahmelager Marienfelde

Am 10. Januar besuchte die Klasse 10d, mit Herrn König, im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde (ENM).

Schnell in Gruppen aufgeteilt für die Führungen- dann ging es auch schon los. Ganz besonders freuten sich alle, dass die verehrten Zeitzeugen, Herr Seiring und Herr Pentzliehn, uns die Ehre gaben.

Anschließend, nachdem jeder Schüler einmal den Laufzettel eines Flüchtlings aus der „Ostzone“ abgelaufen hatte – inklusive CIA- „Verhör“ – begrüßte Frau Christian, die Leiterin der ENM, alle Anwesenden herzlich in einer kurzen Rede und übergab dann die Regie an Herrn Seiring.

Herr Seiring erzählte emotional sehr aufwühlend seine Fluchtgeschichte, natürlich speziell über den Anlass und die ersten Minuten in Freiheit auf dem Lehrter Bahnhof. Besonders seine Liebesgeschichte nach der Flucht rührte viele SchülerInnen zu Tränen und warf viele Fragen auf. Bei seinen Antworten gab er viele Ratschläge für uns 10.-Klässler, schließlich war er selbst Lehrer und Direktor in Neukölln.

Wie wichtig Freiheit ist, so sagte er, das verständen wir erst, wenn sie nicht mehr hätten.

Nach drei sehr eindrucksvollen Stunden verließen wir nachdenklich die Erinnerungsstätte. Am Ausgang sahen wir dann auch neue Flüchtlingsfamilien. Denn seit einiger Zeit sind in Marienfelde wieder Flüchtlinge untergebracht. Aus dieser unmittelbaren Erfahrung entstand die Idee, am 1. Juni, zum Kindertag einen Spielenachmittag für die dortigen Kinder zu organisieren. Diese Exkursion mit unserem Klassenlehrer Herr König war die bisher eindrucksvollste und wird in der nächsten Geschichtsstunde weiter aufgearbeitet.

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