Podiumsdiskussion in der KSSF

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Sollte sich ein Schüler der elften oder zwölften Klasse bisher nicht für Politik interessiert haben, dann änderte sich dies mit Sicherheit am 18.07.2017 auf einen Schlag: Die erste Podiumsdiskussion der Sankt Franziskus-Schule fand endlich statt. Kontrovers wurden Themen diskutiert, sodass am Ende sowohl die Teilnehmer der Diskussion als auch Lehrer und Schüler etwas Neues lernen und neue Ansichten gewinnen konnten.

Doch von Anfang an: Die Idee für eine Podiumsdiskussion entstand bei unseren kursleitenden Lehrern wohl schon recht früh; als diese uns die Idee des Projekts vorstellten, war die Begeisterung jedoch vorerst nicht die größte. Immerhin gab es einiges zu tun, was wirklich zeitaufwendig sein sollte: Das Anfragen bei verschiedenen Politikern, die Themenentwicklung und das Lesen der Parteiprogramme waren nur einige Dinge in der Vorbereitung.

Während sich die beiden PW-Leistungskurse vorerst nur im Unterricht mit der Thematik beschäftigten, kamen in der Projektwoche zur intensiveren Arbeit noch einige Schüler aus anderen Kursen hinzu, die uns behilflich sein sollten. Hier wurde unter anderem auch ein Erkundungsgang durch das Regierungsviertel unternommen und das Reichstagsgebäude besucht. In den drei Tagen danach wurden letztendlich die genauen Oberthemen „Innere Sicherheit“, „Außenpolitik“ und „Soziale Gerechtigkeit“ erarbeitet, wozu in einer Gruppe beispielsweise der Aufbau der Moderation und die Fragen erstellt wurden. Eine andere Gruppe kümmerte sich um die Flyer und die Werbung, wieder eine andere um die Gestaltung der Turnhalle, in der das Ganze stattfinden sollte.

Am Dienstag war es endlich soweit: Um 9:30 Uhr trafen die Politiker ein, bis 10 Uhr war die Halle mit Schülern, Lehrern und anderen Politikinteressierten gefüllt.

Mit der Begrüßung des Schulleiters, die außerdem eine knappe Vorstellung der Politiker beinhaltete, wurde das Wort an unsere drei Moderatoren übergeben.

Diese fragten die Diskussionsteilnehmer nach deren Motivation in ihre jeweilige Partei einzutreten. Der Reihe nach stellten sich Alexander King (Die Linke), Werner Graf (Die Grünen), Mechthild Rawert (SPD), Stefan Förster (FDP), Jan-Marco Luczak (CDU) und Hugh Bronson (AfD) noch einmal genauer vor. Daraufhin wurde die eigentliche Diskussion mit der Frage, wie die Teilnehmer die Chancengleichheit in Deutschland bewerten würden eröffnet. Des Weiteren wurde, wie bereits erwähnt, über die Innere Sicherheit und die Außenpolitik diskutiert. Jedem Politiker wurden pro Gesprächsanteil zwei Minuten Redezeit gewährt. Eines der Hauptgesprächsthemen wurde, wie bereits vorher geplant, die Ausschreitungen beim G20-Gipfel. Dieses Thema wurde besonders intensiv, jedoch durchweg – wie auch die anderen Themen – auf äußerst fairer Ebene diskutiert. Andere größere Unterthemen waren: Videoüberwachung, Bildung und die Flüchtlingskrise.

Nach circa zwei Stunden Diskussion kam es noch zur Beantwortung zweier Zuschauerfragen. Als die Diskussion nach 2 1/2 Stunden vorüber war, stellten sich die Politiker noch bei einem Glas Orangensaft für Fragen und persönliche Gespräche zur Verfügung.

Letztendlich können wir mit gutem Gewissen sagen: Diese Podiumsdiskussion war, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, ein voller Erfolg, der viel Freude und zudem auch neues Wissen mit sich brachte.

Zudem noch ein letzter Aufruf an alle, die die Möglichkeit haben, am 24.09.2017 aufgrund ihrer Volljährigkeit wählen zu dürfen: Nehmt diese Entscheidung ernst, aber vor allem, kennt eure wichtige Position als Wähler, denn jede Stimme zählt, also geht wählen!

Julian Büdenbender und Domenico Nardozza, 12. Jahrgang

Hier noch einige Bilder: