Projektwochenreise nach Amsterdam

Mit 17 Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Kursen des 12. Jahrgangs und zwei begleitenden Lehrerinnen unternahmen wir in der Projektwoche vor den Sommerferien eine abwechslungsreiche Bus-Reise nach Amsterdam.
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Unsere erste Stadterkundung vermittelte uns neben Eindrücken von den architektonischen Sehenswürdigkeiten auch den besonderen Flair der Grachtenmetropole: umtriebig, jung, multikulturell, fahrradbesessen.

Die Grachtenrundfahrt tags darauf führte uns vorbei an historischen Gebäuden und vielen Hausbooten. Man muss sich vor Augen halten, dass es sich hier um die größte Pfahlsiedlung der Welt handelt, die von 165 Grachten mit einer Gesamtlänge von 78 Kilometern durchzogen ist.

 

 

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Mit der ruckelnden Tram ging es danach weiter zum St. Nikolaas-Lyceum am Stadtrand. Die KSSF steht seit drei Jahren in Kontakt mit dieser niederländischen katholischen Schule und hatte im Mai auch eine Schülergruppe zu Besuch. Einige Schüler aus dieser Gruppe führten uns nach dem Empfang durch die Direktorin und einige Lehrkräfte durch dieses sehr moderne, helle, super ausgestattete Vorzeige-Schulgebäude (2012/13 erbaut). Die Fach- und Gemeinschaftsräume (samt Fitnessstudio im Keller und Dachterrasse) haben uns sehr beeindruckt.

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Amsterdam_Anne_FrankEine Besichtigung des Anne-Frank-Hauses versetzte uns eindrücklich in die Zeit der deutschen Besetzung und Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten. Anne Frank und ihre Familie lebte dort mit vier weiteren Personen auf beengtem Raum zwei Jahre in einem Hinterhaus versteckt. Im August 1944 wurde dieses Versteck verraten. Die Untergetauchten wurden in

verschiedenen KZs deportiert. Die Zeitdokumente und persönlichen Dinge der ehemaligen Bewohner vermittelten sehr anschaulich die damalige Situation der Bewohner und berührten uns emotional.

 

Zurück in die Gegenwart brachte uns am folgenden Tag ein Ausflug nach Den Haag, das sich mit seinem fast kleinstädtischen Charakter wohltuend unterscheidet vom wuseligen Amsterdam. Hier hat der Internationale Gerichtshof, das Hauptrechtssprechorgan der Vereinten Nationen, seinen Sitz im Friedenspalast, den wir nur von außen besichtigen konnten. Auf der Hinfahrt haben wir noch einen Zwischenstopp bei einer Käserei und Holzschuhmanufaktur eingelegt – typisch niederländisch!

 

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Natürlich waren wir auch im Museumsviertel Amsterdams. Das Rijksmuseum, van Gogh- Museum und Stedeligk-Museum liegen dicht beieinander am Museumsplein. Neben den Kunstwerken von Vermeer und van Gogh lenkte besonders Rembrandts „Nachtwache“ (1640) im Rijksmuseum die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.

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Unseren letzten Nachmittag während des Amsterdam-Aufenthalts verbrachten wir bei Sonnenschein an der Nordseeküste. Dieser windige Sommertag am Strand versetzte uns in  Urlaubsstimmung und ließ Vorfreude auf die bevorstehenden Sommerferien in uns aufkommen.

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Neben unserem abwechslungsreichen Tagesprogramm war für manche auch eine nächtliche Exkursion angesagt. Die subjektiven Eindrücke schildert der folgende, fast poetisch klingende

Text:

Wir sind Diener der Nacht, dem Sternenfirmament entgegenfiebernd, getrieben vom Durst Neues zu erleben, das unsere Sinne berauscht, wenn die Nacht hereinbricht mit der Ankunft des Mondes im Panorama Amsterdams.

 Wir sind Diener der Nacht, ohne Ziel durchs Grachtenviertel schlendernd, die Atmosphäre der  Stadt aufsaugend, die Asymmetrie der eitlen, schönen Häuser betrachtend, die sich im Spiegel der Kanaloberfläche bestaunen in ihrer kristallinen Schönheit.

 Wir saugen auf den Charme der kleinen Winkelgassen, welche uns zur Subkultur der Szene führen, atmen ein die Luft, die einst van Gogh umgab, gehen auf Vermeers Straße und erblicken schließlich das hereinbrechende Tageslicht – für einige Momente waren wir Rembrandts Nachtwache.