10. Jahrgang

Jung, radikal, gefährlich? – Radikalisierungsprozesse und der Islam in Deutschland“.

Der Leistungskurs PW aus der 12. Klasse sowie einige Schülerinnen und Schüler aus der 10. und 13. Klasse nahmen am 3. 12. 2014 an der Diskussionsveranstaltung in der Friedrich-Ebert-Stiftung teil. Das Thema der Veranstaltung lautete: „Jung, radikal, gefährlich? – Radikalisierungsprozesse und der Islam in Deutschland“.

Die Veranstaltung begann mit drei Vorträgen, die dazu dienten, den Teilnehmern inhaltliche Grundinformationen zu geben. Prof. Dr. Peter Neumann vom King´s College in London zeigte in einem sehr informativen Vortrag, wie Radikalisierung in der Regel stattfindet. Unterstützt wurde sein Vortrag durch eine hervorragende Powerpoint Präsentation. Den zweiten Vortrag hielt Dr. Götz Nordbruch vom Verein „ufuq“. Dieser Verein versucht vor allem muslimischen Jugendlichen bei der Integration in Deutschland zu helfen. In seinem Vortrag zeigte er auf, wie der Verein versucht, eine Radikalisierung von Jugendlichen zu verhindern. Im dritten Vortrag berichtete der SPD-Politiker Gerold Reichenbach, Mitglied im Innenausschuss des Bundestages, über die innenpolitischen Herausforderungen, die sich durch die Radikalisierung von muslimischen Jugendlichen ergeben.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde nahmen neben den drei Referenten noch Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, und Lydia Nofal vom Arbeitskreis muslimischer Sozialdemokraten teil. Bei der Diskussion waren sich alle einig, dass sich nur ein sehr geringer Bruchteil der Muslime in Deutschland radikalisiert. Der Großteil der Muslime in Deutschland stehe dem IS-Staat und anderen radikalen islamistischen Gruppen ablehnend gegenüber. Kontrovers diskutiert wurde allerdings über die Frage, ob die Muslime in Deutschland ihre Ablehnung des radikalen Islams laut und energisch genug in der Öffentlichkeit vertreten.

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